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Wie baue ich eine Verbindung zwischen einer IPv4-Adresse und IPv6-Adresse auf?

Was ist eine IP-Adresse? | Hintergründe, Entwicklung, Praxis-Beispiele und Lösungen für die Kommunikation mit verschieden Internet-Adress-Typen
# Secvest Touch Funkalarmanlage (FUAA50500)


Lesedauer: ca. 5 Minuten

 

Fernzugriffe über das Internet auf Geräte im heimischen/privaten/internen Netzwerk werden immer populärer.

So greifen Urlauber bspw. mit ihrem Smartphone auf eine zu Hause installierte Alarmzentrale oder Videokamera zu. Sprechen alle Geräte die „gleiche Internet-Sprache“ funktioniert das meist auch reibungslos.

Was aber, wenn zwischen den Geräten quasi Sprachwirrwarr herrscht und (plötzlich) nichts mehr funktioniert?

 

 

Grundlagen

Das sogenannte „Internet Protocol“ (auf Deutsch schlicht „Internet-Protokoll, kurz „IP“) ist die meistgenutzte „Sprache“, mit deren Hilfe Internet-Benutzer kommunizieren. Besser gesagt: Die Geräte und Internet-Anschlüsse der Internet-Benutzer.

Fast immer, wenn User z. B. Web-Seiten laden, E-Mails versenden oder Dateien aus dem Internet downloaden, nutzen ihre Geräte bzw. Internet-Anschlüsse zur Kommunikation mit dem Gegenüber das IP-Protokoll.

Wie finden zwei Geräte im Internet zusammen?

Zwei Geräte finden im Internet zusammen, indem jeder Internet-Anschluss und jedes internetfähige Gerät eine sogenannte IP-Adresse erhält.

Diese IP-Adresse ist quasi die „Hausnummer“ der Geräte/Anschlüsse.

Und diese Hausnummer gewährleistet eine zweifelsfreie Zustellung von Datenpaketen an eine eindeutige Adresse.

Wann gibt es Probleme?

Alles kein Problem, wären dabei nicht seit einigen Jahren zwei IP-Sprachen in der Internet-Kommunikation der Standard:

  • IPv4 (Internet Protocol Version 4) und …
  • IPv6 (Internet Protocol Version 6).

Wie beinahe überall gilt auch hier: Wo zwei Gegenüber zwei Sprachen sprechen verstehen beide Seiten meist nur Bahnhof.

Aber woran liegt das eigentlich? Und wie sehen Lösungen aus?

 

Hintergrund IPv4 und IPv6

Da immer mehr Geräte ans Internet angebunden wurden führte dies dazu, dass weltweit die dafür notwendigen und vorrätigen IP-Adressen (= die „Hausnummern“ der Internet-Anschlüsse von Privatpersonen, Unternehmen, Organisationen usw.) zu Neige gingen.

Um dieses Problem langfristig zu lösen, wurde von der Organisation Internet Engineering Task Force (IETF) das ältere Internet-Protokoll „IPv4“ ergänzt.

Und zwar um den Standard „IPv6“, der aufgrund seiner Adress-Struktur wesentlich mehr Internet-Adressen zulässt.

  • Beispiel-Aufbau einer IPv4-Adresse: 203.0.113.472
  • Beispiel-Aufbau einer IPv6-Adresse: 2001:0DB8:010F:0001:0000:0000:0000:0ACD

 

Entwicklung

Die folgende Grafik zeigt den Anteil der weltweiten Nutzer, die in Q3/2018 über IPv6 auf Google zugreifen:

Quelle: https://www.google.de/ipv6/statistics.html#tab=ipv6-adoption

In Deutschland liegt die entsprechende Quote zum selben Zeitpunkt bei ca. 39 %.

 

Auswirkung

Beispiel

Frau Müller will aus dem Urlaub via Smartphone-App über das Internet auf die Kamera im heimischen Netzwerk zugreifen.

Damit das ohne „Übersetzer„ funktioniert müssen das Smartphone und die Alarmzentrale entweder IPv4 oder IPv6 „sprechen„.

In vielen Fällen steht, gerade bei mobilen Geräten (z. B. Smartphone), ausschließlich ein IPv4-Internet-Zugang zur Verfügung.

Wer in so einem Fall für sein heimisches/privates/internes Netzwerk eine (öffentliche) IPv6-Adresse, der kann ohne Hilfsmittel (= „Übersetzer„) keine Verbindung zwischen den beiden Geräten aufbauen.

Aufgrund der knappen IPv4-Adressen und der weiter steigenden Zahl an Geräten, die ans Internet angebunden werden, stellen mittlerweile quasi alle Internet-Dienst-Anbieter IPv4- und IPv6-Adressen für Internet-Anschlüsse zur Verfügung.

 

vorliegende IP-Adresse ermitteln

  • Falls Sie feststellen wollen, ob bei Ihnen vor Ort eine IPv4- oder IPv6-Adresse für die Verbindung ins Internet vorliegt (= öffentliche IP-Adresse Ihres heimischen Netzwerks/Anschlusses) müssen Sie:
  • entweder über die Web-Oberfläche Ihres Routers
  • oder bspw. über die Internet-Seite: www.testipv6.de

Hier noch einmal der Beispiel-Aufbau einer …

  • IPv4-Adresse: 203.0.113.4
  • IPv6-Adresse: 2001:0DB8:010F:0001:0000:0000:0000:0ACD

IPv6-Adressen sind an der Länge und der Segmentierung durch die Doppelpunkte zu erkennen. Eine echte, sog. globale IPv6-Adresse, liegt erst dann vor, wenn der erste Block eine Nummer größer 2000 zeigt.

 

Lösung

Um den Verbindungsaufbau zwischen einem heimischen/privaten/internen Netzwerk mit einer vorliegenden öffentlichen IPv6-Adresse und einer IPv4-Gegenstelle zu ermöglichen benötigen Sie also:

  • entweder eine echte bzw. öffentliche IPv4-Adresse für Ihr heimisches Netzwerk
  • oder einen zusätzlichen Dienst, der IPv6 in IPv4 übersetzt und andersherum
  • Entweder: Kontaktieren Sie Ihren Internet-Dienst-Anbieter damit er Ihnen anstatt einer IPv6-Adresse eine echte bzw. öffentliche IPv4-Adresse für Ihr heimisches/privates/internes Netzwerk bzw. Ihren Internet-Anschluss zur Verfügung stellt.
    Oder: Kontaktieren Sie den ABUS Support für weitere Details, falls diese Thematik im Zusammenspiel mit Ihren ABUS Produkten auftaucht.

 

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